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Ausstellung: Die Kunst bittet zu Tisch – Vom Müll zum Pralinentisch


 

Bereits zum vierten Mal ist die Verwandlung weggeworfener Dinge zu Kunstobjekten das 

Thema für Marliese Jung-Dörr.

In ihrer Kunstschule haben 60 Jugendliche und vier Erwachsene aus Sperrmüll phantasievolle Tische gebaut.

Diese bunten Unikate sind am Sonntag, den 19.12. von 11:30 bis 18 Uhr in der Illipse zu bewundern.

Marliese  Jung-Dörr zu ihrem Projekt: „Menschen stellen Dinge an die Straße,

die eigentlich noch vollkommen in Ordnung sind oder wenigstens deren Rohstoff.

Die Rede ist von Sperrmüll. Aus jedem einzelnen Fundstück lässt sich ein neues Produkt entwerfen – allein der Kreativität bedarf es.

Die  vierte Recyclingausstellung in Folge in Illingen widmet sich dem Thema Tisch und Design. Zusammengetragen wurden Pappröhren und Holztafeln aller Art. Man findet sie zu Hauf an den Sperrmülltagen. Was zuerst wie ein riesiger Sperrmüllberg in dem schönen Garten neben dem Atelierhaus aussah, verwandelte sich in kreativen Wochen zu Unikaten.

Ein Arbeitszelt wurde über den Sommer hinaus vor dem Hause aufgestellt und so konnten 60 Jugendliche und vier erwachsene Teilnehmer nach Entwürfen an die Fertigung gehen. Mit Decoupiersägen, Schwingschleifern, Bohrmaschinen und Akkuschraubern ging es laut zu, jedoch für die Illinger Spaziergänger ein lebendiges Erlebnis.

Man war neugierig geworden, was im Kunsthaus wieder passiert und einige Besucher kamen täglich vorbei.“So wurde der Sperrmüllberg immer kleiner und zauberhafte Recycling-Tische entstanden wie: Pralinentisch, Bonbontisch, Vogelflugtisch, Stadiontisch und Strandtisch.

Kein Motto  wiederholt sich. So sind es tatsächlich nach Wochen über 60 der verrücktesten Tischskulpturen geworden. Aufgelegt auf die skurrilen Formen wurde meist eine große Glasplatte, so heißt es nun: „ Die Kunst bittet zu Tisch“.

 

 

 

Hölzerne Fundstücke  

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Ein Berg von  Holzfundstücken aus Kellern und Speichern, vom Sperrmüll und von Deponien, aus Kinderzimmern und aus Küchen wurde zusammengetragen und aufgeschichtet im Garten des Atelierhauses in der Kirchenstrasse in Illingen.  

 

Über 100 Jugendliche und auch erwachsene Teilnehmer liesen sich von Bohlen und Brettern, Latten und Leisten, Ästen und Körben inspirieren. Diese erlebten eine Metamorphose und ihre unorthodoxe Wandlung lies sie zu raumhohen menschlichen Figuren ähnelnd wachsen. 

Skurile Gestallten vermehrten sich und schon ihre  Entstehung auf der Gasse bewunderten nicht nur Illinger Bürger. Nun stehen sie eng und wartend auf ihren grossen Tag unter einem Zelt. Am 5. Oktober gehen sie zu Fuss von der Kirchenstrasse bis in die Burganlage und streiten um die schönsten Plätze.  

 

100 Betonplatten, 500 Stück Baustahl, Krampen, Schrauben, Dübel, Nägel und Spezialkleber halten wie ein Knochengerüst ihre gliedmassenähnlichen Körperteile zusammen. Premieren mit Schlagbohrmaschine, Bohrhammer, Akkuschrauber, Kreissäge, Bandsäge, ohne Verletzungen haben die fast ausschliesslich weiblichen Paten diese wunderbaren Typen zum Leben erweckt.  

 

Picasso, der uns inspirierte, beschrieb in einem Gespräch mit Malraux, die ästhetischen Folgen für seine Kunst.  

 

"Was ist das - eine Plastik ? Sind das Gegenstände? Sagen wir, sie sind ein Etwas. Sie sind ein Etwas, in dem die Dinge ihrer eigenen Zerstörung begegnen müssen. Der Künstler nimmt die Dinge - er bedient sich ihrer, gleichzeitig gibt er ihnen ein anderes Leben, für sich und später für die Menschen."   

 

Wir bedanken uns bei den Nachbarn für ihr Verständnis, der Gemeinde Illingen für die Möglichkeit dieser Ausstellung in der Burganlage  und den Helfern. 

Unser besonderer Dank gilt dem Umweltministerium für die Schirmherrschaft. 

Konzept und Durchführung:  Marliese Jung-Dörr

 

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